Werteanalyse

Der Test lässt erkennen, ob und in welchem Maße beim Pferd spezifische Antikörper gegen
ein potentielles Allergen vorhanden sind. Wenn keine Antikörper vorliegen, ist eine Allergie
unwahrscheinlich. Sind Antikörper gegen ein oder mehrere Allergen(e) vorhanden, so liegt eine
Sensibilisierung vor. Diese muss sich nicht zwangsläufig durch eine aktive Symptomatik äußern,
ist aber die Voraussetzung dafür, dass es unter ungünstigen Bedingungen zu einer allergischen
Erkrankung kommt. Eine deutliche Menge an Allergen-spezifischen Antikörpern im Blut ist Hinweis
auf einen kürzlich erfolgten intensiven, oder einen anhaltenden Kontakt des Pferdes mit diesem
Allergen. Diese allergene Belastung ist wahrscheinlich Ursache einer Allergie.


In die Beurteilung der Messwerte fließen weitere Faktoren ein:

das Alter des Pferdes
sehr jung oder sehr alt

die Art und Dauer der allergischen Erkrankung
Bei Reaktionen an der Hautoberfläche sind weniger Mediatoren im Blut nachweisbar, als bei
Erkrankungen der stark durchbluteten Lungen

die Natur des Allergens
Pollen verursachen höhere Messwerte als die meisten Schimmelpilze

die Art des Allergens
Vorratsmilben leben von Pilzen und diese auf bestimmten Graspollen. Dadurch treten
entsprechende Sensibilisierungen häufig zusammen auf.


Beispiel: Befund bei Reizhusten im Frühling

Diese Faktoren fließen in die Bewertung der Testergebnisse ein. Aber auch unser spezifisches Wissen über Herkunft und
Verbreitung der Allergene. Darum ist ein genauer Informationsaustausch mit Halter und behandelnden Tierarzt wichtig. Denn nur
wer die Allergene kennt, auf die das Pferd reagiert, kann auch erfolgreich therapieren.