Untersuchungsmethoden

Für unseren serologischen Allergietest sind ca. fünf Milliliter Blut notwendig, die durch einen Tierarzt oder eine andere versierte Person abgenommen werden können. Nach Eingang der Blutprobe in unserem Labor wird dann standardmäßig auf die gängigsten Allergene (wie Milben, Insekten, Pilze und Pollen) getestet.

 

Die Aussagekraft eines Allergie-Testes ist abhängig von zwei Faktoren:

 

1. Von der Verlässlichkeit der Methode

In unserem Labor wird mit biochemischen Methoden (ELISA) untersucht, ob im Blut des Pferdes bestimmte, allergievermittelnde Antikörper gegen potentiell allergene Substanzen vorhanden sind. Da eine Blutprobe überall genommen werden kann und hinsichtlich eines Allergietests ein haltbares Untersuchungsmaterial ist, hat sich diese Methode als die am besten geeignete und zuverlässige etabliert.

 

2. Von der Auswahl der abgefragten Substanzen

Der von Dr. Meinardus-Hager vor 20 Jahren entwickelte erste umfassende und aussagekräftige serologische Allergietest für Pferde wird heute als validiertes Nachweissystem in Europa angesehen. Durch seine 40-jährige Erfahrung als Pferdehalter, Züchter und Reiter und seine 20jährige Analysearbeit bei mehreren 10.000 Pferden wissen wir heute sehr genau, welche Allergene ein Pferd belasten und welches Format der Allergietest haben muss, damit eine effektive Therapie eingeleitet werden kann.

Aus diesem Grund testen wir bei unserem Basistest standardmäßig auf über 70 gängige Allergene einzeln und getrennt:

14 Schimmel- und Fäulnispilze,
15 Bäume,
9 verschiedene Gräser,
5 Getreidepollen
8 Kräuter,
7 unterschiedliche Staub- und Vorratsmilben,
6 stechend-beißende Insekte,
7 wichtige Futtermittelbestandteile.

Nur das Ergebnis eines differenzierten Allergietests kann die Basis für eine effektive Therapie des Pferdes sein. Als Pferdehalter oder Besitzer sollten Sie darauf achten, dass alle Allergene separat getestet werden. Nur damit erhält man eine präzise Aussage über den Gesundheitsstand des Pferdes.

Allergien können sehr individuelle Ursachen haben. Durch die uns vorliegende Blutprobe bietet sich aber die Möglichkeit auch viele weitere Substanzen, wie z.B. Medikamente, Futtermittel oder deren Zusätze, auf eine mögliche allergische Reaktion des Pferdes zu überprüfen.

 

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